Beispiele, wie eine nachhaltige Synergie durch Matching geschaffen werden kann

Sozial/ökologisches oder kulturelles Start-up und (Re-)Integration

Startups, die sich für den sozialen, ökologischen und/oder kulturellen Bereich einsetzen bieten Personen, die zurzeit keiner Arbeitstätigkeit nachgehen können, einen Praktikumsplatz.  Durch das Matching, bei welchem die jeweiligen Interessen, Leidenschaften, Kompetenzen und Bedürfnisse beachtet werden, gewinnt das Start-up einen motivierten, leidenschaftlichen Mitarbeitenden. Handelt es sich um eine Integrationsmassnahme z.B. der IV- Stelle oder des Sozialamtes, bekommt der oder die Praktikant*in die Entlohnung weiterhin vom Bund. Die zu integrierende Person erhält die Möglichkeit in einem sinnhaften Bereich Arbeitserfahrung zu sammeln, neue Menschen kennen zu lernen und gleichzeitig einen Mehrwert für die Gesellschaft zu generieren, was sich positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirkt. Zusätzlich führt das absolvierte Praktikum zu grösseren Chancen im Arbeitsmarkt wieder Fuss zu fassen, da Lücken aufgearbeitet und ggf. Schulungen absolviert werden konnten.  

Dieses Matching ermöglicht es uns, neue sozial/ökologische und kulturelle Projekte zu fördern, die der Umwelt und der Gesellschaft auf innovative Weise beitragen. Es ermöglicht ausserdem dem Bund, die (Re-)Integration von Menschen effizienter und nachhaltiger zu fördern und dadurch die Steuerzahler zu entlasten. Und nicht zuletzt ermöglicht es die positive Entfaltung eines Menschen, der dadurch vielleicht den für ihn/sie richtigen Platz im 1. Arbeitsmarkt finden kann.

Solche Synergien sind bereits vorhandenes Potential, welches bloss darauf wartet, entdeckt zu werden!

Senioren und Kinder

Ein gesunder Geist unterstützt unsere allgemeine Gesundheit. Das Bedürfnis nach Bindung, danach, dass man von anderen gesehen wird, neuen Erfahrungen und Wachstum begleitet uns durch das ganze Leben. Es endet nicht, wenn wir uns pensionieren lassen. Wenn wir nicht die Möglichkeit erhalten, diese Bedürfnisse zu stillen, degenerieren Teile unseres Gehirns, welche unsere Lebensqualität bestimmen.

Die Vernachlässigung älterer Menschen stellt deshalb ein allgemein grosses Problem dar. Nicht nur wird den Senioren die Möglichkeit geraubt, ihre grosse Lebenserfahrung, ihr Mitgefühl und ihr Können weiterzugeben. Die Gesellschaft wird auch mit immer höheren Gesundheitskosten chronischer Krankheiten konfrontiert. Dass diese zwei Faktoren im Zusammenhang stehen, ist nicht mehr eine blosse Theorie.

Auf der anderen Seite haben wir Kindergärten und Kindertagestätten, die teils so viele Kinder betreuen, dass sie sich ihnen nicht zur Genüge widmen können und individuell auf ihre so unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen können. Alleinerziehenden Müttern fällt es schwer, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen und auch bei zugezogenen Familien wird ersichtlich, dass ein Ausbauen des sozialen Netzwerks auf verschiedene Generationen für die Gesundheit der ganzen Familie von Vorteil wäre.

Dieser ganzheitliche Blick zeigt uns, dass gewisse Senioren Mühe haben, ihre Zeit sinnvoll zu gestalten. Viele fühlen sich der Gesellschaft gegenüber nicht nützlich, auch wenn die Meisten von ihnen viel Wissen und Geduld mitbringen. Kinder, auf der anderen Seite, konnten seit jeher immens von den Senioren einer Gemeinschaft profitieren, sei es durch das Zuhören von Geschichten längst vergangener Zeiten oder durch die Vermittlung von Werten, welche ein soziales Gefüge ausmachen.

Einige von uns machen diese Erfahrungen mit dem Grosi und dem Grosspapi, viele kennen jedoch diesen wertvollen Austausch nicht.

Warum also nicht die Senioren, die es möchten und die es können, bitten in Kindertagesstätten mitzuhelfen? Oder den Austausch sogar durch Generationenhäusern fördern?

Wenn wir uns gebraucht, gesehen und verbunden fühlen, geht es uns im Allgemeinen einfach besser. Ob Senior, Kind oder irgendetwas dazwischen.