Weltspieltag mit wertfrei

Weltspieltag mit wertfrei

Ich sehe was, was du nicht siehst uuuuund das ist gelb…

«Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.»

Friedrich Schiller

Liebe kleinen und grossen ErdenbürgerInnen

 

Wie ihr hoffentlich schon alle wisst, ist am Freitag der 28.05.2021 WELTSPIELTAG und wir von wertfrei widmen dem Thema Spielen die eine ganze Woche.

Der Weltspieltag ist ein Aktionstag, an dem wir unseren Raum spielend (wieder) erobern und entdecken. Erwachsene und Kinder werden aufgefordert in spielerischer Form ihre Umgebung im Freien zu erkunden. Über verschiedene Aktivitäten können wir unsere/n innere/n Spieler*in aktivieren, inspirieren und anregen – agieren ohne Zweck, aber nicht ohne Sinn. Hintergrund dieses Tages ist das Recht auf Spiel und das Verständnis des Menschen als spielendes Wesen.

Dieses Jahr steht der Weltspieltag unter dem Motto:

Lasst uns (was) bewegen!

Damit ihr euch auch darauf eingrooven könnt gibt es heute ein paar Hintergrundfacts zur Geschichte des Spieltages und dem Spielen als Kinderrecht.

Der Weltspieltag wurde 1999 als „World Play Day“ in Tokio gegründet und 2000 von der UNO als jährlich wiederkehrender Aktionstag auf den 28. Mai festgelegt. Mittlerweile wird der Weltspieltag von der UNESCO unterstützt und in vielen Ländern weltweit finden jährlich landesweite Veranstaltungen statt. So auch in der Schweiz.

 

Am Weltspieltag soll in erster Linie der Spass am Spielen, auch für Erwachsene, gefördert werden. Daneben soll aber auch auf die grosse Bedeutung und Wichtigkeit von Spielen allgemein hingewiesen und dafür sensibilisiert werden, dass Spielen ein Kinderrecht ist.

Was? Spielen ist ein Kinderrecht? Ja, genau!

Im Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention ist festgehalten: «Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemässe aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.» Spielen ist u.a. als Kinderrecht anerkannt, weil es ein wesentlicher Bestandteil der körperlichen, sozialen, kognitiven, emotionalen und spirituellen Entwicklung ist.

Leider ist es aber nach wie vor für viele Kinder weltweit nicht möglich ihr Recht auf Spiel und Freizeit verwirklichen zu können. Kinder die in Gebieten leben, die von Krieg, humanitären oder Natur-Katastrophen betroffenen sind, Kinder die in Armut oder Institutionen aufwachsen, Kinder indigener Völker und ethnischer Minderheiten und allgemein Mädchen sind besonders daran gehindert sich altersgemässen Aktivitäten und Spass zu widmen. Aber auch in der Schweiz gibt es Kinder, die ihr im Artkiel 31 festgehaltenes Recht nur bedingt wahrnehmen können.

Denn nebst den oben genannten Kindern, haben vor allem Flüchtlingskinder während und nach der Flucht, sowie Kinder die mit einer Beeinträchtigung leben, ein grösseres Risiko sich nicht entsprechend ihren Bedürfnissen entfalten und einbringen zu können. Der Schweiz wird diesbezüglich sogar vom UN- Kinderrechtsausschuss (2015) empfohlen, «die spezifischen Bedürfnisse von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen in allen Kantonen aufzugreifen und insbesondere sicherzustellen, dass diese Kinder in sämtlichen Bereichen des sozialen Lebens vollständig integriert werden, einschliesslich Freizeit-und kulturelle Aktivitäten. Des Weiteren empfiehlt der Ausschuss dem Vertragsstaat, der Inklusionspädagogik, welche auf die Bedürfnisse  dieser Kinder ausgerichtet ist, höhere Priorität beizumessen als behindertenspezifischen Förderschulen und Betreuungseinrichtungen.»

 

Wie ihr seht, gibt es auch in der Schweiz, einem der reichsten Länder der Welt, nach wie vor einiges zu tun, betreffend der Umsetzung der Kinderrechte.

 

Ein kleiner Beitrag dazu möchten wir vom Verein wertfrei leisten. Bei allem was wir tun setzen wir den Menschen ins Zentrum. Und zwar genauso so wie er ist. Wir setzen auf Inklusion und Beteiligung aller, genau nach den Fähigkeiten und Möglichkeiten die jede*r einzelne mitbringt. Ob dies in unseren Projekten für die «grossen Kinder» ist oder eben am Spieltag für Gross und Klein, jede*r ist willkommen!