Die Aktivierung

Die Aktivierung

Mit der Einkehr der Homeoffice-Pflicht in unseren Alltag wurden viele Schlafrhythmen auf den Kopf gestellt und die Nacht zum Tag gemacht. Die tägliche Bewegung beschränkte sich plötzlich auf den – je nach Ordentlichkeit des Zuhauses – grossen oder kleinen Hindernislauf zwischen Arbeitsplatz, Wohnzimmer, Küche und Bad. Um in Schwung zu bleiben, den Körper mit neuer Energie zu versorgen und die mentale wie auch physische Gesundheit während der Corona-Phase zu stärken, fand sich eine kleine, aber feine Aktivierungs-Gruppe zusammen. Neben Spaziergängen oder kleineren Wanderungen in Zürichs Umgebung, findet drei bis vier Mal pro Woche eine Morgenaktivierung statt. Pünktlich um 9.00 Uhr stehen wir auf der Matte, um müden Muskeln neuen Schwung einzuhauchen. Das Programm variiert und alle Leitenden bringen ihr Wissen und Können abwechselnd ein: Mal werden Gliedmassen sanft in die Länge gezogen und alle möglichen (oder scheinbar unmöglichen) Verdrehungen vollbracht (=Stretching), mal wird die Körpermitte durch Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht gestärkt. Zum Favoriten hat sich aber ein Klassiker aus dem Osten gemausert: die Fünf Tibeter. Was nach einer folkloristischen Musikgruppe aus dem zentralasiatischen Hochland tönt, ist eine Abfolge von fünf Bewegungssequenzen. Mit der Durchführung werden Körper und Geist harmonisiert und gestärkt. Und ja, die charmante, schnurrende Stimme und erfrischende Art der Übungsleiterin trägt ihren Teil zur Beliebtheit der Fünf Tibeter bei.
Das WAS, WIE LANGE und WIE VIELE sind in der Aktivierungsgruppe nicht zentral. Viel wichtiger ist ein achtsamer Umgang mit dem Körper und Freude an der spielerischen Bewegung.