Kontrastprogramm

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wertfrei & LIVING MUSEUM

Von der ersten vagen idee zur projektwoche

Die Idee von einer Zusammenarbeit zwischen dem Verein wertfrei und der Living Museum Society stand schon länger im Raum.

Initiiert von unserer «guten Fee aus Übersee» (danke Ricarda!), die gesehen hatte, dass in Zürich Räumlichkeiten für ein Living Museum gesucht wurden – 300m² konnten wir zwar nicht bieten, doch wer weiss, was noch entstehen wird – fand Ende Juni ein Kennenlerntermin bei uns im Laubegg an der Giesshübelstrasse in Zürich statt. Ein wundervolles Treffen, das den Grundstein für die Projektwoche gelegt hatte. Vieles war zu diesem Zeitpunkt noch offen. Ganz klar war jedoch, dass die Haltung und die Werte vom Konzept des Living Museums und jene vom Verein wertfrei ein super Match sind und beide Seiten grosse Lust hatten, zusammenzuarbeiten.

Mitte Juli fand dann unser Besuch im Living Museum in Wil statt. Nicht nur der gegenseitige Austausch, sondern besonders die im Atelier erlebte Atmosphäre und die bestaunten Werke inspirierten uns nachhaltig.

 

So bald wie möglich planten wir, unser erstes gemeinsames Projekt anzugehen, welches unsere Leidenschaft zur Kunst und dem Bedürfnis in die Tat zu schreiten, Ausdruck verleihen würde. Obwohl es nicht an Ideen mangelte und viele grosse Visionen im Raum standen, einigten wir uns in einem ersten Schritt, ein eher «kleines Brötli» zu backen. Wir wollten zeitnah etwas umsetzen, deshalb blieb uns wenig Vorbereitungszeit, zudem waren auch unsere finanziellen und personellen Ressourcen knapp.
Entschieden wurde, dass das erste gemeinsame Baby eine Kreativwoche im Coworking Hub in Zürich sein sollte; mit Künstler*innen aus Wil, mit Teilnehmer*innen von wertfrei, und auch offen für weitere kreative Menschen. Anschliessend an diese Projektwoche würde es eine Vernissage geben.

das laubegg als ort der kreativen verbundenheit

Nach der Planungs- und Vorfreudezeit war es endlich so weit:
Am 20. September 2021 standen erstmals unsere Räumlichkeiten für die Kooperation mit einem externen Partner sowie auch unsere Herzen und Geister offen für die Begegnung mit vielen neuen und interessanten Menschen. Gespannt und voller Neugierde starteten wir das

Abenteuer Projektwoche.

Bereits am vorangehenden Freitag wurde der Coworking Hub durch Kunstwerke aus dem Hause Living Museum Wil in einen anregenden Ort verwandelt, der zum künstlerischen Tätigsein geradezu einlud. Zig verschiedene Farben, Formen und schöpferische Schwingungen bereicherten die Raumatmosphäre und bereiteten den «Gästen», die am Montagvormittag in die Projektwoche starteten, ein wohlwollendes Eintreffen im Laubegg; Ort der Begegnung und der kreativen Verbundenheit.

 

Wie wir bald merkten, sollte uns diese Stimmung die ganze Woche über beiwohnen und das Laubegg in einen magischen Ort verwandeln. Alles, was mit der Fantasie zu erdenken mit Händen, Füssen oder sonstigen Körperteilen (auch «fremden»; wir hatten sogar einen Frosch – nein, keinen echten – in unsere kreativen Methoden und Materialpool einbezogen) zu schaffen ist, wurde umgesetzt und begleitete uns auf eine Reise der anderen Art. Keine Grenzen, kein «geht nicht», kein Richtig oder Falsch, kein «so (!) macht man es», kein «muss» oder «soll», einfach sein, einfach ausprobieren, experimentieren und schauen, was passiert.

Aus Freude an der Sache.  

Das Wunderbare am künstlerischen Schaffen ist, so finden wir, dass es eben genau das auf spielerische Weise ermöglicht, was Menschen auch in anderen Lebensbereichen guttun würde, es zuweilen aber nur schwerlich umzusetzen ist: absichtsloses Tun in einer offen wertfreien Haltung und mit offener Herangehensweise – sich ganz individuell ausdrücken (dürfen), jede*r auf seine/ihre Art – zulassen, loslassen, geschehen lassen. Jeder Mensch – so unsere Überzeugung – vermag im künstlerischen Tun Zugang zu sich selbst zu finden und darüber hinaus resp. genau dadurch geht auch ein «In-Kontakt-treten» mit dem Aussen einher.

So kann ermöglicht werden, was allen Menschen ein existenzielles Bedürfnis ist: den echten und wahren Kontakt zu seinem Inneren aufrechtzuerhalten und zugleich im Aussen verbunden zu sein. Authentizität und Verbundenheit/Zugehörigkeit dürfen sich im Leben nicht ausschliessen. Denn um Mensch zu sein brauchen wir beides, das Urvertrauen in unsere Einzigartigkeit und das Teil sein einer Gemeinschaft. Dies nährt die Seele. 

Entfaltung durch Erschaffen

 

der abschluss, der kein ende ist

Die Projektwoche fand ihren offiziellen Abschluss am Samstag, 25. September mit der Vernissage, und ihr inoffizielles Ende in den Tagen danach mit dem Aufräumen des Laubegg. Durch die Inspirationen und diversen Eindrücke und durch die vielen positiven Rückmeldungen
ist das Ende dieser Projektwoche für uns zugleich ein Anfang. Alle Beteiligten haben Lust auf mehr. Was sich ergeben wird, steht zurzeit in den Sternen. Klar ist aber: wir bleiben dran und werden weiterhin Kreativität in jedweder Form in all unsere Aktivitäten einfliessen lassen.
Die Folgegespräche mit den Projektbeteiligten und auch mit möglichen neuen Mitwirkenden sind bereits geplant. Der Prozess in unseren Köpfen bezüglich dem, was noch aus dem 
wertfrei Impuls entstehen könnte, steht sowieso nie still.  

 

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